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Carrée am See

Mehr Draußen + mehr Drinnen!

ADRESSE:
Janis-Joplin Promenade

AUFTRAGGEBER:IN/AUSLOBER:IN:
ÖVW Österreichisches Volkswohnungswerk

PROJEKTPARTNER:
Projektpartner: goya
Freiraum: DnD Landschaftsplanung
Renderings: schreiner kastler

ZEIT: Realisierungswettbewerb 2023

PROJEKTDATEN:
Grundstücksfläche: 5.605 m²
Bruttogeschoßfläche: 15.092 m²
Nutzung: Wohnen, Arbeiten, Gewerbe

MITARBEIT:
Mustafa Karadzic, Diego Martínez, Sofia Löfgren

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Zuhause als multifunktionaler Lebensmittelpunkt!

Vorliegendes Projekt versucht mit einem sehr breiten architektonischen Zugang flexibel und individuell gestaltbaren Wohn- und Arbeitsraum für eine Vielfalt an Lebensentwürfen zur Verfügung zu stellen. Es soll Menschen das Verschränken von Wohnen, Arbeiten & Freizeit ermöglichen wie auch eine Adaptierung je nach Lebenslage im Laufe der Zeit oder auch täglich gewährleisten. Das Zuhause verschränkt sich mit dem vielfältigen Freiraumangebot im Quartier, im Hof, im Park, am See und an der „Grünen Saite“ und wird so Teil des sozialen Netzwerkes.

Städtebau

Das Baufeld wird mittels 2 L-förmigen Baukörpern und einem Solitär gerahmt. An den
jeweiligen Öffnungen verbinden Schwellenfreiräume den halböffentlichen Hof mit den öffentlichen Freiraumstraßen. Gezielte Abtreppungen schenken den vorgelagerten Freiräumen in Projektnähe (Park und See) eine große Aufmerksamkeit und generieren spannende Aus- und Durchblicke. Der Solitär vermittelt zwischen den beiden L-Baukörpern. Er ist als als 6 frontiger Baukörper mit Terrassierungen mit innenliegendem Lichtatrium ausgebildet. Das Gebäude entlang dem Quartiersweg besteht aus 3 Einzelbaukörpern verbunden mit einem eingeschossigen Sockel. Diese kleinteilige Struktur ermöglicht ein dörflich anmutendes Wohnmilieu. Aufgrund der geringen Gebäudehöhe werden diese Baukörper in reiner Holzbauweise wirtschaftlich errichtet. Die poröse Struktur erlaubt Durchwindung und Frischluftzufuhr für ein angenehmes Wohnklima.

Daraus ergeben sich differenzierte Wohnmilieus für alle Generationen

  • Verschränkung von Wohnen mit Arbeiten für Start Ups, EPU`s, Home Office etc.
    · Ateliers, Wohn-, Arbeitsmaisonetten
    · Zuhause mit Vorgarten, Loggien, Balkonen, Terrassen – begrünt zum Gärtnern und für
    Insekten
    · Gemeinschaftliches Zuhause im Hof, Gemeinschaftsräumen,- und Terrassen, Kommunikationszonen
    · Neutrale Räume werden zu Tag-, und Nachtzeiten unterschiedlich genutzt – ein Plus an Raumangebot ohne zusätzliche Räume

In der Erdgeschosszone sind vorwiegend Wohnformen und Funktionen angeordnet, die eine unterschwellige Belebung fördern. Der intime Hofgrünraum breitet sich bis zu den Baukörpern hin aus. Zum Park hin ist eine gewerbliche Zone angeordnet. Ein Gemeinschaftsraum kommt am breiten Schwellenraum zum Liegen und bespielt den Übergang von öffentlich zu halböffentlich. Der 1m Aneignungsstreifen zur Grünen Saite wird für die Fassadenbegrünung und Vorgartenräume genutzt.

Freiraum First

Der Bauplatz entwickelt einen gänzlich neuen Innenhoftypus. Die weichen Formen der Grünen Saite werden in die maximal große Innenhoffläche hineingezogen und strukturell verkleinert.
Durch die Verwendung von sehr klassischen Hinterhofpflanzen (wie zB: Schwertfarne, silbrige Ölweide, weiß blühendes Lampenputzergras, hellrosa blühende Sonnenhüte,….) entsteht eine intime Innenhofatmosphäre. Die Gemeinschaftsterrasse ist sehr gut und niveaugleich von der Grünen Saite aus erreichbar und mit vorgelagerte Urban Gardening Bereichen versehen. Große Terrassenbereiche werden im Sinne Alt Erlaas als Terrassenbegrünung 2.0 zeitgemäß bepflanzt. Durch die zusätzliche natürliche Beregnung ist ihr funktionieren gesichert. Eine begrünte Gemeinschaftsterrasse, hohe intensive Tröge mit schmal wüchsigen Ulmen und extensiv bepflanzte Bereichen sorgen für ausreichende Begrünung. Zudem bereichert eine diverse Fassadenbegrünung bereichernd zum Projekt bei.

Fassaden und Bauweise

Jeder Baukörper wird als eigenständiger Charakter entwickelt. So unterscheiden sich die Erschliessungsformen wie Punkt mit Licht-Atrium, Freiraumlaube, Brückenverbindung und Lichtspänner. Alle Gebäude folgen einem Konstruktionsraster im Skelettbauten. Fassaden sind Leichtbauholzwände mit Vorsatzschalen aus Holz und Keramik. Die Zwischenwände sind Holzständerwände, tw. Mit Lehm ausgefacht. Die Decken sind bauteilaktiviert, der Estrich wird eingespart zugunsten Schüttung und Holzboden. Der Solitär bietet unterschiedliche Fill Inns an Fassadenelementen an, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der BewohnerInnen eingehen können und so eine bunte Vielfalt in der Gestalt erlaubt.

 

 


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