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2117 ATTISHOLZ AREAL

Studienauftrag Freiraum mit städtebaulicher Plausibilisierung

ADRESSE:
Attisholz Areal
4533 Riedholz – CH

AUFTRAGGEBER:
Halter AG

VERFASSER:
Freimüller Söllinger Architektur
mit
DnD Landschaftsplanung

PLANUNGSDATEN:
Studienauftrag 09/2021

PROJEKTDATEN:
Fläche: ca. 46.000 m²

MITARBEIT:
Mustafa Karadzic, Martin Gropper

 

SCHICHT FÜR SCHICHT entwickelt sich das Attisholzareal inmitten der Hügellandschaft an der Aare zwischen Riedholz und Luterbach. Als Pendant zur Altstadt von Solothurn wird hier ein neues Zeichen an der Aare gesetzt.

Die Entwicklung des Areals über seine charakteristischen Schichten, das Fördern bzw. das Auflösen derer Schwellen sowie die Einbettung in die umliegende Kultur-, und Naturlandschaft stellen  wesentliche Ziele dar. Darüber hinaus werden Lösungsansätze aufgezeigt, wie Gesellschaft, Kultur, Klima und unser Lebensalltag den öffentlichen und privaten Raum neu definieren können. Die Vision eines zukunftsorientierten lebendigen Quartiers ist im Entstehen.

ORIGINÄRE SCHICHTEN

Der Entwurf baut auf der elementarsten Ebene, der landschaftlichen Schichtung, die sich in der Landschaft in Form von Sedimenten wiederfindet und diverse Terrassen ausbildet, auf.

Zwei wesentliche Themen, die sich durch das ganze Projekt ziehen, sind die Themen des Aufbrechens und Verbindens als auch das Ermöglichen der Kommunikation der einzelnen Schichten untereinander. Essenzielle Qualitäten werden durch die originären Schichten und deren Nahtstellen sowie den Verbindungselementen vor allem durch die Bewegung im Raum erlebbar.

STÄDTEBAULICHE POROSITÄT

Analog der vorgefundenen Porosität der Bestandsbauten werden die neuen Kubaturen gesetzt. Die Werkzeuge: Öffnen, Durchdringen, Verweben werden angewendet. Spannende räumliche Sequenzen entstehen, das Neue lässt das Alte erstrahlen, die Wege von Innen und Außen kreuzen und überlagern sich, Schwellenräume werden inszeniert. Die Vielfalt und Koexistenz von Elementen und Volumen prägt den Lebensraum in Attisholz.

Der Attis-Raster bildet die Grundlage für die neuen Gebäude und deren Setzung, sei es im Achsraster, in Proportionen und in der Fassade.

BEPFLANZUNGSKONZEPT

Nachdem das Industrieareal über 130 Jahre zur Verarbeitung von Cellulose genutzt wurde, dürfen nun Gehölze das Gebiet in Vergesellschaftung mit anderen Pflanzen wieder bewachsen. In Anlehnung an natürliche Waldgesellschaften gibt es unterschiedliche Waldformen und Sukzessionsstadien in stilisierter, ästhetisch überhöhter Form nachempfunden.

GRÜNER FILTER

Variable Grünstrukturen, eine klimaresiliente Baumartenwahl, Vertikalbegrünungen und die Begrünung der Dachflächen mit ausreichend Substrat fungieren als grüne Filter im Areal. Um die Verfügbarkeit von Wasser und Bodenluft für Bäume in befestigten Bereichen zu gewährleisten, wird das innovative Schwammstadtprinzip eingesetzt.

WASSERELEMENTE

Das Element Wasser findet sich auf jeder Schicht wieder. Ein vielfältiges Spektrum an Wasserinstallationen wie etwa Nebelzeilen, Wasserspiele, Brunnen und offene Wasserrinnen fungieren als wichtige Kühlelemente.

UPCYCLING / RECYCLING

Bestehende Materialien wie etwa das Kleinsteinpflaster, Abbruchelemente wie etwa Säulen werden in das neue Gestaltungskonzept integriert und neu interpretiert. Am Platz an der Aare finden sich die Abbruchsäulen als Langbänke wieder. Am Attiscampus im Norden wird das Kesselbecken zu einem Brunnen / einer Wasserinstallation neu interpretiert.


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