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Kommunikationsknäuel
Kommunikationsknäuel 
JKU science park

Eingriff
städtebaulicher Entwurf für Science Park-Johannes Kepler Universität

Merkmale
grosse Wiesenflächen mit körperhaft modellierten Grünelementen wechseln mit streng organisierten Büroriegeln. Kommunikationsknäuel, Orte für flexible und diverse Nutzungen, bündeln und verteilen Personenflüsse.

Entwurfwerkzeug
knäueln

Identität
Die Identität des neuen Science Park wird generiert von einem Wechselspiel zwischen ruhigen und lebendigen Räumen, zwischen den Aktivitäten Lehren, Forschen und Erholen. Zusammen mit der bestehenden Johannes-Kepler-Universität entsteht ein grosser Park von lokaler, kommunaler und regionaler Bedeutung.
Grosse Wiesenflächen mit körperhaft modellierten Grünelementen schaffen ruhige Zonen im Freiraum. Im Innenraum bieten die streng organisierten Riegel ruhige Arbeitszonen.
Die Knäuel bündeln und verteilen Personenflüsse. Sie generieren Orte mit einer hohen Dichte an Kommunikation und Austausch. Sie sind lebendige Orte mit flexiblen und diversen Nutzungen.
Die Anlieferungshöfe bündeln Infrastrukturflüsse. Sie werden genutzt zur Versorgung der Sonderräume, als Eingänge zu den Knäueln, zum Radfahren und Gehen.

Topografie
Das Gelände wird auf der Höhe der angrenzenden Wohnbebauung in das Grundstücksinnere geschoben. Eine topografische Kante entsteht, die sich in Längsrichtung des Grundstückes erstreckt. Der Niveausprung wird räumlich architektonisch genutzt als Kollektorweg, zur höheren Raumhöhe der Sonderräume und zur Gliederung der Aussenräume.

Baumassengliederung
Die Baumassen sind so angeordnet, dass der Wind durch das Gelände streichen kann und der angrenzenden Bebauung frische Luft bringt. ...Der historische Park setzt sich auf der anderen Seite der Altenbergerstrasse vor Bauteil I fort. Dieser behält den Blick frei auf das historische gelbe Wohngebäude.
Die unterschiedlichen Gebäudehöhen, die geknickten Riegelbaukörper, der Kollektorweg und die Kommunikationsknäuel schaffen differenzierte Aussenräume.
Die Kommunikationsknäuel stellen jeweils die Zentren für die Benutzer dar. Sie sind Orte hoher Dichte an Personen, an Austausch, Kommunikation und Präsentation. Sie sind Orte diverser und flexibler Nutzungen. Sie markieren die Haupteingänge.....
Bauteil V bildet das Kernstück der gesamten Erweiterung. Dieser wird als grösster Kommunikationsknäuel verstanden mit seinen Hörsälen und Gastrobetrieben. Er wird als großer Knäuel architektonisch ausformuliert. Er ist so situiert, dass er als Gelenk zwischen Bestand und Erweiterung funktioniert.
Der Kollektorweg als attraktiver interner Erschliessungsraum entlang der Geländekante sammelt die Knäuel auf und verbindet diese. Der Weg wechselt vom Knäuelraum (Mehrgeschossigkeit, Lufträume, besondere Raumzuschnitte) zum Geländekantenraum (eine Seite verglast mit Blick in die Aussenräume).

Freiraum
Die Ausgestaltung der Außenanlagen ist differenziert in die oberen Ebenen und die unteren Ebenen. Beide Situationen basieren auf der gleichen Grundfigur, welche sich aus den Kommunikationsknäueln ableitet. In Bereich der oberen Ebene sind es körperhafte, modellierte Grünelemente. In der unteren Ebene sind die rhomboiden Grundfiguren bodenbündig angelegt, sie signalisieren pflanzliche Verdichtung.
Entlang des Wasserlaufs führt ein stadtteilrelevanter Fuß- und Radweg. Die nördlichen Zugangswege münden ebenfalls in diesen Weg ein. Im Zuge der südseitigen Erschließung sind partiell Zufahrtsmöglichkeiten gegeben. Die Situierung der Grünelemente steht in Kontext mit der Wegeführung zu den Kommunikationsknäueln.
Um das Regenwasser vor Ort zu versickern und die Starkregenereignisse abzufangen, werden zum einen die Dächer begrünt, zum anderen wird das gesammelte Regenwasser in einen Teich geführt, welcher in Verbindung mit einer Sickermulde steht, um zu starke Spiegelschwankungen in der sensiblen Uferrandzone zu vermeiden.

Datenblatt
pdf
Kommunikationsknäuel
Lageplan
Grundrisse
Schnitte und Ansichten
NW-Ansicht
Ansicht
Schaubilder