Inmitten des Stadtgefüges, angebunden an die Infrastrukturlinie U2 und regionale wie lokale Verkehrslinien, hat sich der Olympiaplatz zu einem belebtem Knotenpunkt entwickelt.
Hier an diesem besonderen Ort von hohem öffentlichen Interesse, in der Nähe von Stadien und beliebten Landschaftsräumen entsteht ein neuer Anziehungspunkt, ein infrastrukturelles Zentrum für Freizeit, Sport und Kultur, das City Center Stadion Wien.
In Zukunft steht dieser neu erschlossene, öffentliche Raum für Diversität von Aktivitäten, vom frühmorgendlichen, täglichen Einkauf über gemütliches Flanieren bis hin zur spannenden Übertragung sportlicher Grossereignisse an der Außenhaut. Das CCS wird zum zentralen Begegnungsort für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen. Dabei wird Themenschwerpunkt Sport in der Oberflächengestaltung des Platzes und in der Mall aufgegriffen und über das Dach selbst in großen Distanzen sichtbar gemacht.
Die inhaltliche Vielfalt des Bauwerkes wird außen durch die Wandlungsfähigkeit der Architektur visualisiert. Die Außenhaut kann wechseln zwischen lebhaftem informellem bis hin zu weichem ruhigem Erscheinungsbildern. Werbung, Sport und temporäre Aktionen bestimmen den Rhythmus des so benannten Informations-Ringes. Weiches Licht, temporäre Lichtinstallationen prägen den Rhythmus des Transparentringes.
Vorplatz – Themenschwerpunkt Sport
Sportplatzlinien zonieren den Olympiaplatz. Sie laden ein zum Spielen, Hüpfen, Ruhen und Kommunizieren. Bänke laden ein zum Verweilen, Bäume spenden Schatten. Das Vordach und die Auskragungen ermöglichen regenfreie Zonen im Erdgeschoss und bei den Terrassen.
Der gesamte Vorplatz wird im Gefälle ausgebildet, um barrierefreie Zugänge zu gewährleisten.
Der Sportbelag im Freien soll direkt in die Mall in das Gebäudeinnere übergehen, um den Kunden in das CCS zu leiten.
Die Geometrie des Vordaches ist so ausgebildet, dass die Eingänge U2 und CCS in direktem Zusammenhang gesetzt werden.
Informationsring &Transparentring - Transformation
Das System von zwei einander überlagernden Ringen wird mittels Licht unterschiedlich sichtbar. Der erste innere Ring ist Informations-, und Werbeträger. Diesem Informationsring ist ein zarter, metallisch hellgrauer Transparentring vorgespannt.
So kann zum Beispiel, während das Licht der Informationseinheiten abblendet, eine speziell für das CCS konzipierte Lichtinstallation einsetzen. Der Transparentring wird zum Lichtträger und macht einen neuen Körper sichtbar.
Kubatur – Horizontale Schichtung
Raumhohe Verglasungen in der Erdgeschosszone ermöglichen die Schaufenster der Geschäfte. Die Wege entlang des CCS werden belebt.
Die mittlere Zone ändert das Erscheinungsbild der Kubatur, je nachdem ob der Informations- oder der Transparentring im Vordergrund steht. Beim Informationsring tritt Putz in den Hintergrund, die Werbung in den Vordergrund.
Luft gliedert den Baukörper horizontal und lässt das 4.OG schweben. Die Parkdecks sind hell und mit Frischluft versehen.
Das Dachgeschoss wirkt transparent durch die Verglasungen. Die Auskragung der Plattenkanten verstärkt die schwebende Wirkung.
Information und Werbung - Wirkung
Die Werbung an der CCS wirkt auf drei unterschiedlichen Skalen:
a) Fernwirkung: Schriftzug beim Sportplatz und am Kopf des CCS;
b) Mittelwirkung: Inforing: zwei umlaufende Bänder bespielt mit Werbung und Informationen ;
c) Nahwirkung: Schaufenster
Adresse: Vorgartenstrasse, 1020 Wien, Österreich Architektur: Regina Freimüller-Söllinger, Clemens Kraigher, Markus Stöger Mitarbeit Architektur: Horst Fuchs, Bernhard Wanker Bauherrschaft: U2 Stadtentwicklungs GesmbH Kunst am Bau: Victoria Coeln